Spurensuche
Leiter des Instituts: Volker Storch
Der Leiter des IfsGp kommt aus der Evangelischen Kirche.
Er lernte seit seiner Schul- und Studienzeit die unterschiedlichsten
Gemeindestrukturen im In- und Ausland kennen, darunter den in verschiedenen
Gemeinden des Westfälischen Kirchenkreises Herne praktizierten
missionarischen Gemeindeaufbau. In Münster/Westf. und Kassel arbeitete er in
den 90er Jahren intensiv bei kirchlichen Stadtaktionen mit. Attraktiver
Gemeindearbeit, die sich auf viele Schultern stützt, begegnete er
außerdem in Tübingen und Marburg.
Beim Dachverband RMJ e.V. arbeitete er dann als Projektbetreuer. Als Magister der
Theologie gründete er das Institut im Dezember 2000 in Kassel.
Theologische Grundlagen
Die Magisterarbeit verfasste Volker Storch bei Prof. Dr. Albrecht Beutel in Kirchengeschichte. Das von ihm gewählte Thema "Anfänge Evangelischer Kirchenordnung in Hessen (bis 1539)" hat auch auf soziologische und juristische Grundfragen bezug genommen. Der Blick in die Kirchengeschichte der Neuzeit ergab, dass sich im Hessen der Reformationszeitgegenläufige Gemeindetheorien unter polemischer Konfrontation zur kongenialen bis heute nachwirkenden landeskirchlichen Ekklesiologie verbanden. Die Auseinandersetzung zwischen wittenbergischer und oberdeutscher Theologie prägte die Entwicklung in Hessen und trägt unverkennbar die Handschrift des Straßburger Reformators Martin Bucer. Seinem Engagement für die Integration täuferischer Kreise verdankt die Evangelische Kirche Konfirmation und Ältestenamt .Sein Entwurf einer Kirchenzucht zeichnet sich durch besondere Menschlichkeit aus - bis hin zum Versuch der Verwirklichung einer frühen Form festgeschriebener Menschenwürde. Sie ist am Gedanken orientiert, dass auch "abgefallene" Gemeindeglieder als Bürger zu achten seien.